Gesamtüberblick über die Jahreszusammenfassungen 2016–2023
(Stand: 07. 09. 2025)
1) Überblick
Zwischen 2016 und 2023 wurde die medizinische Entwicklung lückenlos dokumentiert. Die Befundlage zeigt eine chronisch-progrediente Multimorbidität aus orthopädischen, internistisch-neurologischen und psychischen Faktoren.
Bereits ab 2013 war die berufliche Belastbarkeit aufgrund einer schweren Schlafstörung auf unter 6 Stunden täglich eingeschränkt. Eine reguläre 5-Tage-Woche war nicht mehr zu bewältigen, weshalb eine 4-Tage-Woche mit Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag als Arbeitstagen sowie Mittwoch als Regenerationstag eingeführt wurde.
Zum 01. 09. 2016, dem Zeitpunkt der Beantragung einer Teilrente wegen Erwerbsminderung, bestand noch die begründete Erwartung, dass die Erwerbsfähigkeit im Bereich von 3 bis unter 6 Std./Tag wiederhergestellt werden könnte.
Dazu wäre jedoch die unverzügliche stationäre Behandlung eines Burn-out-Syndroms zwingend erforderlich gewesen.
Anstelle der notwendigen medizinischen Leistungen wurde der Versicherte jedoch mit fortdauernden sozialrechtlichen Konflikten konfrontiert, wodurch sich der Gesundheitszustand weiter verschlechterte.
Ab 2018 war die Erwerbsfähigkeit auf 0 bis unter 3 Std./Tag eingeschränkt – entsprechend dem sozialrechtlichen Tatbestand der vollen Erwerbsminderung.
Ab 2024 ist keine weitere medizinische Dokumentation erforderlich, da die Erwerbsminderungsrente auf Dauer bewilligt wurde und medizinisch weitgehend Austherapie vorliegt.
Verbleibende Hauptdiagnosen:
- PTED (Posttraumatische Verbitterungsstörung, ICD-10: F43.8)
- ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom, ICD-10: G93.3)
2) Jahrestabelle 2016–2023
| Jahr | Kernaussagen |
|---|---|
| 2016 | Erster umfassender Einbruch mit Nervenzusammenbruch und Beginn dauerhafter Arbeitsunfähigkeit (ab 09/2016). Chronische orthopädische Befunde (Wirbelsäule, Arthrosen). Erste klare Manifestation von Fatigue / ME/CFS. Indizierte stationäre Maßnahme zur Burn-out-Behandlung durch AOK verweigert. |
| 2017 | Fortschreibung chronischer Befunde. Multimodale Schmerztherapie, mehrere stationäre Aufenthalte. Orthopädische und internistisch-neurologische Symptome zunehmend. Teilweise Kriseninterventionen nötig. Fatigue-Symptomatik und Schlafstörungen führend. |
| 2018 | Deutliche Verschlechterung: Erwerbsfähigkeit nun 0 bis unter 3 Std./Tag, entsprechend voller Erwerbsminderung. Orthopädisch: stabil chronisch ohne Besserung. Neurologisch: ME/CFS klar führend. Psychisch: Belastung sekundär, keine eigenständige psychiatrische Diagnose. Verlauf chronisch-progredient. |
| 2019 | Mehrere fachärztliche Stellungnahmen bestätigen Leistungsminderung unter 3 Std./Tag. Stationäre und ambulante Befunde: schwere Depression, chronische Schmerzstörung, Fatigue. Funktionell hochgradig eingeschränkt. Empfehlung: Vollberentung. |
| 2020 | Stationäre Behandlung in der Schön Klinik (Rosenheim / Prien), nach Klage gegen AOK möglich. Aufenthalt wegen Corona vorzeitig abgebrochen. Leichte Stabilisierung, aber keine nachhaltige Verbesserung. Belastbarkeit weiter unter 3 Std./Tag. Ursprünglich 2016 indizierte Maßnahme erneut nicht voll wirksam. |
| 2021 | Stationär Regensburg: schwere depressive Episode, auffällige Polysomnographie (Schlafstörung). Psychotherapie (2017–2021) als „austherapiert“ beendet. Rheumatologie bestätigt Fibromyalgie / CFS, keine entzündliche Erkrankung. Belastbarkeit weiter unter 3 Std./Tag. Empfehlung: Verlängerung der Erwerbsminderungsrente. |
| 2022 | Krisenjahr mit drittem stationären Aufenthalt (Freilassing) nach Nervenzusammenbruch. Erstmalig gesicherte Diagnose PTED. Orthopädisch: massiver Bandscheibenvorfall L4/5, Operation im Oktober. Kurzfristige Besserung, Grunderkrankung multimorbid. Belastbarkeit weiter unter 3 Std./Tag. |
| 2023 | AHB Prien nach 2. Bandscheiben-OP (LWS). Orthopädische Stabilisierung, leichte sportliche Aktivität wieder möglich. Psychisch: PTED subjektiv gebessert, Depression / ME-CFS weiterbestehend. Belastbarkeit weiter unter 3 Std./Tag. Dauerhafte Erwerbsminderungsrente bestätigt. |
3) Gesamtbewertung
Über einen Zeitraum von acht Jahren zeigt sich eine chronisch-progrediente Multimorbidität ohne wesentliche Besserung.
Es erfolgten mehrere stationäre Aufenthalte (2016–2022), teils infolge von Nervenzusammenbrüchen durch sozialrechtliche Belastungssituationen.
Die medizinischen Kernprobleme sind:
- PTED (seit 2022 gesichert)
- ME/CFS (seit 2016 führend)
Die Erwerbsfähigkeit ist seit 2018 dauerhaft aufgehoben, die Erwerbsminderungsrente auf Dauer bewilligt.
Aus medizinischer Sicht führten die wiederholten sozialmedizinischen Fehlbegutachtungen und die unterlassene Bereitstellung indizierter Rehabilitationsmaßnahmen zu einer erheblichen gesundheitlichen Verschlechterung und zur endgültigen Aufhebung der Rest-Erwerbsfähigkeit.
Diese Entwicklung ist als schwerwiegende gesundheitliche Schädigung infolge systemischen Behördenversagens zu bewerten.
Wären notwendige medizinische Maßnahmen zeitgerecht umgesetzt worden, wäre eine Teilzeittätigkeit im Bereich Qualitätsmanagement / Qualitätssicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft möglich gewesen.
4) Schlussbemerkung
Die vorliegende Übersicht dient der zusammenfassenden Darstellung des medizinischen Verlaufs 2016–2023 und belegt die dauerhafte Aufhebung der Erwerbsfähigkeit infolge chronisch-progredienter Multimorbidität bei gleichzeitigem systemischem Versagen der Sozialversicherungsträger.
FA, 01.07.2025 (powered by KI)