FA‑W2 · Modul A · Befundlage medizinisch · Übersicht 2016–2023

Gesamtüberblick über die Jahreszusammenfassungen 2016–2023. Dient als Deckblatt und inhaltliche Orientierung für Modul A.

1) Überblick

Zwischen 2016 und 2023 wurde die medizinische Entwicklung lückenlos dokumentiert. Die Befundlage zeigt eine chronisch‑progrediente Multimorbidität aus orthopädischen, internistisch‑neurologischen und psychischen Faktoren. Ab 2024 keine weitere medizinische Dokumentation erforderlich, da die Erwerbsminderungsrente auf Dauer bewilligt wurde und medizinisch weitgehend Austherapie vorliegt (Restdiagnosen: PTED, ME/CFS).

2) Jahrestabelle 2016–2023

JahrKernaussagen
2016Erster umfassender Einbruch: Nervenzusammenbruch, Beginn dauerhafter Arbeitsunfähigkeit (ab 09/2016). Chronische orthopädische Befunde (Wirbelsäule, Arthrosen). Erste klare Manifestation von Fatigue und ME/CFS. Stationäre Maßnahme (eigentlich indiziert) von AOK verweigert.
2017Fortschreibung chronischer Befunde. Multimodale Schmerztherapie, mehrere stationäre Aufenthalte. Orthopädische und internistisch‑neurologische Symptome verstärkt. Teilweise Kriseninterventionen nötig. Fatigue und Schlafstörungen zunehmend führend.
2018Konsolidierung des Krankheitsbildes. Orthopädisch: stabil chronisch ohne Besserung. Internistisch/neurologisch: ME/CFS tritt klar in den Vordergrund (Belastbarkeit nur 3–4 Std./Tag). Psychisch: Belastung sekundär, keine eigenständige psychiatrische Diagnose. Verlauf chronisch‑progredient.
2019Mehrere fachärztliche Stellungnahmen bestätigen deutliche Leistungsminderung (<= 3 Std./Tag). Stationäre und ambulante Befunde: schwere Depression, chronische Schmerzstörung, Fatigue. Funktionell hochgradig eingeschränkt. Empfehlung: Vollberentung.
2020Stationäre Behandlung in der Schön Klinik (Rosenheim/Prien), nach Klage gegen AOK möglich. Aufenthalt wegen Corona vorzeitig abgebrochen. Leichte Stabilisierung, aber keine nachhaltige Verbesserung. Belastbarkeit weiter < 3–4 Std./Tag. Ursprünglich 2016 indizierte Maßnahme erneut nicht voll wirksam.
2021Stationär Regensburg: schwere depressive Episode, hochauffällige Polysomnographie (Schlafstörung). Psychotherapie (2017–2021) als „austherapiert“ beendet. Rheumatologie bestätigt Fibromyalgie/CFS, keine entzündliche Erkrankung. Belastbarkeit weiter < 3 Std./Tag. Empfehlung Verlängerung der EU‑Rente.
2022Krisengipfel: 3. Aufenthalt Freilassing (nach Nervenzusammenbruch). Erstmalig gesicherte Diagnose PTED. Orthopädisch: massiver Bandscheibenvorfall L4/5, Operation im Oktober. Kurzfristige Besserung, Grunderkrankung multimorbid. Belastbarkeit weiter < 3 Std./Tag.
2023AHB Prien nach Bandscheibenoperation. Orthopädische Stabilisierung, leichte sportliche Aktivität wieder möglich. Psychisch: PTED subjektiv gebessert, Depression/ME‑CFS weiterbestehend. Belastbarkeit weiter eingeschränkt. Dauerhafte EM‑Rente bestätigt.

3) Gesamtbewertung

  • Chronisch‑progrediente Multimorbidität ohne wesentliche Besserung über 8 Jahre.
  • Mehrfach stationäre Aufenthalte (2016–2022), teils nach Nervenzusammenbrüchen infolge sozialrechtlicher Belastung.
  • Medizinische Kernprobleme: PTED (seit 2022 gesichert) und ME/CFS (seit 2016 führend).
  • Erwerbsfähigkeit dauerhaft aufgehoben; EM‑Rente auf Dauer bewilligt.

Stand: Übersicht 2016–2023 · erstellt am 07.09.2025